Über uns Themen

Hier greifen wir Themen auf, die immer wieder hinterfragt werden, so beispielsweise wie es bei uns mit „Radioaktivität und Strahlung“ aussieht oder was wir für die Sicherheit unserer Mitarbeiter, der Bevölkerung und der Umwelt tun. Darüber hinaus stellen wir Ihnen Links zu weiterführenden Seiten im Internet zur Verfügung.

  • Radioaktivität und Strahlung

    Ein Mitarbeiter prüft die mit Urantabletten gefüllten Brennstäbe. Diese werden später zu Brennelementen weiter verarbeitet.

    Bei der ANF werden Brennelemente gefertigt, die in Kernkraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Die Brennstäbe beinhalten unter anderem das radioaktive Element Uran, welches natürlich auf der Erde vorkommt. Radioaktive Elemente zerfallen unter Aussendung von Strahlung, die wir zwar nicht mit unseren Sinnen direkt wahrnehmen, aber mit Messgeräten sehr gut messen können.

    Radioaktivität existiert seit der Entstehung der Welt und ist auch heute in unserem Alltag präsent. Sei es durch die natürlich vorkommende Strahlung durch radioaktive Elemente im Boden und kosmische Strahlung oder durch die unentbehrlich gewordene Anwendung in der Medizin zur Diagnostik und Therapie sowie in der Wissenschaft.

    Das bei ANF genutzte Uran zerfällt vorwiegend unter Aussendung eines Alpha-Teilchens. Diese Art des Zerfalls ist auf Grund der Größe des Alpha-Teilchens nur sehr kurzreichweitig (ungefähr 10 cm in Luft) und kann leicht abgeschirmt werden. Schon ein Stück Papier oder eine intakte Haut reichen aus, um die Strahlung fernzuhalten.

  • Sicherheitsvorkehrungen bei ANF

    Bei ANF wird ein großes Augenmerk auf das Thema Sicherheit der Mitarbeiter, der Bevölkerung und der Umwelt gelegt. Daher sind Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Schutzkleidung an den jeweiligen Arbeitsplätzen, Luftfilter, ein hohes Maß an Sauberkeit und eine sorgfältige Arbeitsplanung bei der ANF selbstverständlich. Zusätzlich werden die Mitarbeiter für mögliche Gefahren durch regelmäßig durchzuführende Schulungen sensibilisiert. Auch Mitarbeiter von Fremdfirmen, Vertreter von Behörden, Kunden und Besuchergruppen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden geschult und vor dem Betreten des Kontrollbereichs mit entsprechender Schutzkleidung ausgerüstet. Alle Personen, die den Kontrollbereich betreten, werden mit Messgeräten ausgestattet, um die mögliche Bestrahlung zu überwachen.

    Bei ANF liegt die Strahlung, die ein Fertigungsmitarbeiter im Schnitt innerhalb eines Jahres erhält, unterhalb der natürlichen Strahlenbelastung in Deutschland.

    Ein Blick in die Tablettenfertigung. Hier überwachen Mitarbeiter an den Tablettenschleiflinien den Prozess.

  • Brennelemente – bei uns und im Kernkraftwerk

    Die Endkontrolle eines fertiggestellten Brennelements für einen Druckwasser-Reaktor.

    Die bei der ANF hergestellten Brennelemente werden in Kernkraftwerken eingesetzt, um Strom zu erzeugen. Dazu wird das Uran mit Neutronen bestrahlt, dieses nennt sich Aktivierung, welches zu einer Spaltung des Urankerns führt. Bei dieser Spaltung entstehen weitere Neutronen, die unter bestimmten Umständen wiederum eine Spaltung hervorrufen können. Diese Kettenreaktion wird kontrolliert gesteuert, indem zum Beispiel sogenannte Steuerstäbe eingesetzt werden, die die Neutronen absorbieren und so weitere Spaltungen verhindern. Bei einer Spaltung entstehen neben Neutronen die sogenannten Spaltprodukte, die oft eine andere Art von Strahlung aussenden, die Gamma-Strahlung. Diese Strahlung ist weitreichender und schwerer abzuschirmen als die Alpha-Strahlung, die von nicht-aktiviertem Uran ausgeht. Bei den Brennelementen, die die ANF verlassen, hat noch keine Aktivierung des Urans stattgefunden, sodass diese Brennelemente strahlentechnisch unbedenklich sind.

  • Weiterführende Links