14 juillet 2020

Viel zu tun bei ANF

Lingen, 14. Juli 2020

In den vergangenen Monaten war bei ANF (Advanced Nuclear Fuels GmbH) sehr viel zu tun. Dass lediglich zwei Brennelemente im Juni geliefert wurden, hat zu Reaktionen aus der Bevölkerung geführt.

„Nachdem unser monatlicher Betriebsbericht in der Lingener Tagespost Anfang Juli erschienen ist, hat die Lieferung von nur zwei Brennelementen im Juni zu Nachfragen aus der Bevölkerung geführt“, erklärt Andreas Hoff, Standortleiter der ANF „Das lässt sich aber durch einen geplanten, weitgehenden Fertigungsstillstand für Brennelmente erklären, den wir regelmäßig in den Sommermonaten haben, um Wartungsarbeiten zu machen“, führt er weiter an.

In diesem Jahr stand besonders viel auf dem Programm: Geplante größere Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten, eine große Fertigungskampagne von Spezialprodukten im Bereich Pulver und Tablettenfertigung, die jährliche Uraninventur, die Fertigung von Strukturteilen und die Abarbeitung weiterer Dienstleistungen, wie Studien für Framatome, interne sowie auch Kundenprojekte. Insbesondere waren die Instandhaltungsarbeiten sehr aufwendig. Sie gehören zum sogenannten Alterungsmangement, das dabei unterstützt, die Anlage immer in einem Top-Zustand zu halten. In diesem Jahr wurde einer der Öfen, in dem Brennstofftabletten bei einer Temperatur von 1780°C gesintert werden, neu ausgemauert. Damit stand der Ofen für zwei Monate komplett still. Das ist alle zehn Jahre notwendig, in dieser Zeit kann nur sehr eingeschränkt gefertigt werden.

Auch die Uraninventur wurde im Juni durchgeführt. Sie ist jährlich bei ANF durchzuführen und wird von internationalen Gremien - der IAEA und EURATOM - kontrolliert. Die Inventur ist gut gelaufen und es wurde der ANF ein exzellenter Umgang mit radioaktiven Stoffen bescheinigt. Die Fertigung wurde am 26. Juni wieder freigegeben.

Die Zeit wurde auch genutzt, um das Geschäft mit Anlagenbau und Technologie weiter auszubauen. „Hier haben auch wir Einschränkungen durch Corona hinnehmen müssen“, erklärt Peter Reimann, Geschäftsführer der ANF, die Situation. „In Länder außerhalb von Europa zu reisen, ist immer noch nur eingeschränkt möglich. Einige Maßnahmen konnten wir über Video- oder Telefonkonferenzen abwickeln, aber andere Inbetriebnahmen vor Ort konnten wir nicht abschließen. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht selbstverständlich an oberster Stelle, deshalb beobachten wir die Situation in den Ländern sehr genau und bewerten was möglich ist und was nicht“.